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Viola mit Rufzeichen

CD-KRITIK / BRATSCHEN-EXOTIK

12/12/17 Es gibt Instrumente, die einem Ehrfurcht einflößen, noch bevor sie erklingen. Die Amati-Bratsche im Dresdner Kunstgewerbemuseummit der Signatur 37526 ist so eines: „Antonius & Hieronymus Fr. Amati“ steht auf dem eingeklebten Zettel.

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Altenglisches mit Retro-Charme

CD-KRITIK / TASTO SOLO

11/12/17 Auch attraktive Musik hat sich erst herumsprechen und durchsetzen müssen. Zum Beispiel die englische Literatur fürs Virginal in der beginnenden Tudor-Zeit.

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Tastengiganten aus Salzburg und Paris

CD-KRITIK / JOSEPH WOELFL / KLAVIERSONATEN

30/11/17 Dem Werkverzeichnis von Margit Haider-Dechant nach schuf der Salzburger Joseph Woelfl mehr als 65 Klaviersonaten. Weniger als die Hälfte war bislang auf Tonträgern greifbar, nichts davon ist mehr erhältlich. Nun startet ein Speziallabel für Raritäten abseits vom Mainstream die erste Gesamtaufnahme.

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Lass mich in Frieden, du Idiot

GEORG CLEMENTI / ZEITLIEDER

13/11/17 „Eine irakische Familie, ausgesetzt auf der Autobahn. Polizisten im ständigen Kampf gegen Schleuser. Kriegsopfer, die durch eine bayerische Idylle irren. In Passau stranden täglich Hunderte Flüchtlinge – Geschichten aus Deutschlands Lampedusa.“ So der Vorspann eines Artikels in der Wochenzeitung DIE ZEIT auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015.

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Kapriolen mit Augenmaß

CD-KRITIK / SYLVESTRO GANASSI

24/10/17 Ach, der Ganassi! An seinen „Opera intitulata Fontegara“ kann niemand vorüber. Es gilt nun mal als das Blockflöten-Lehrwerk schlechthin für die Diminution, das Auszieren langer Notenwerte. Aber um bei der Wahrheit zu bleiben: Die meisten Flötisten schauen dann doch, dass sie am Unvermeidlichen mit Anstand möglichst rasch vorüber kommen.

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Aus einem weniger bekannten Lustgarten

CD-KRITIK / BALTHASAR FRITSCH

18/09/17 Wie viele Sammlungen mit dem Titel „Newe Teutsche Lieder“ mögen im Lauf des 16. und frühen 17. Jahrhunderts erschienen sein, zwischen den Notendrucken des Georg Rhau (ab 1538) und den Editionen mit so liebenswürdig-poetischen Bezeichnungen wie Samuel Scheidts „Lieblichen Kraftblümlein“ aus 1635.

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Alle Menschen werden Brüder

CD-KRITIK / MOZART / FREIMAURERMUSIKEN

13/09/17 Obwohl nach wie vor Geheimbund, feiern heuer Österreichs Freimaurer öffentlich ihr 300jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass erschien ein gewichtiger tönender Beitrag: alle von Wolfgang Amadé Mozarts Freimaurer-Musiken, erstmals auf Originalinstrumenten auf CD eingespielt.

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Alle Neune

CD-KRITIK / MOZARTEUMORCHESTER / IVOR BOLTON

06/09/17 Der beeindruckende Schlusspunkt: Über viele Jahre haben das Mozarteumorchester und Ivor Bolton alle Bruckner-Symphonien aufgenommen. Nun liegt das Gesamtpaket vor.

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Jugendlicher Elan, russische Melancholie

CD-KRITIK / LGT YOUNG SOLOISTS

14/08/17 Heuer wählten die LGT Young Soloists Mattsee für zwei Wochen im Juli als Ort für ihr Trainingscamp. Die jungen Streicher, allesamt bereits preisgekrönt, ließen sich dort auch öffentlich hören und fanden viel Beifall. Ihre jüngste CD ist ausnahmslos russischen Komponisten gewidmet.

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Nicht nur burschikos!

CD-KRITIK / MARIANNE CREBASSA / OH BOY!

06/08/17 Frauen als Männer verkleidet gehören nicht nur in die Komödie. Hosenrollen bieten wandlungsfähigen Sängerinnen gute Gelegenheit, Bandbreiten an vielschichtigen Gefühlen auszuleben. Marianne Crebassa gelingt das hörenswert auf ihrer neuen CD mit dem Mozarteumorchester unter der Leitung von Marc Minkowski.

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Liederliche Gesellschaft von allerley Humor

CD-KRITIK / SCHABERNACK

04/07/17 Den Kopf zieht man unwillkürlich ein, wenn die Schlacht losbricht und der Violone ungefähr ein akustisches Abbild gibt, wie Schwerthiebe sich anfühlen müssen. Heinrich Ignaz Franz Bibers „Battalia a 10“ klingt danach aus mit einem herzzerreißenden „Lamento der Verwundeten Musquetir“.

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Des Papsts und Türken Mord

CD-KRITIK / BACH / GAECHINGER CANTOREY

14/06/17 Wie ist das doch gleich mit Ökumene? „Erhalt uns Herr, bei deinem Wort, und steur' des Papsts und Türken Mord...“ Na ja, wir wollen im Luther-Gedenkjahr nicht ketzerisch herumgrübeln über das Gehört-Sich im Umgang unter Glaubensbrüdern. Schon gar nicht am Tag vor Fronleichnam, einem Fest, das seinerseits der Schaustellung katholischen Selbstbewusstseins dient.

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Aus der italienischen Heimat der Niederländer

CD-KRITIK / MESSEN VON ISAAC UND DE RORE

29/05/17 Das Ensemble Gilles Binchois ist geeignet wie wenige andere, um ein Bild mittelalterlicher Liturgie an der Schnittstelle zwischen Mittelalter und Renaissance zu zeichnen. Sein Leiter Dominique Vellard ist nämlich nicht nur höchst stilkundig in der mehrstimmigen Musik, sondern er hat auch eine Antenne für den Gregorianischen Choral.

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Unbekanntem auf der Spur

CD-KRITIK / MIRGA GRAŽINYTÉ-TYLA

10/05/17 Leider nicht mehr lange ist Mirga Gražinyté-Tyla am Salzburger Landestheater engagiert. In den nächsten Tagen und Wochen macht sie sich für litauische Landsleute stark – aber sie setzt sich, auf einer CD mit der Kremerata Baltica, auch für Mieczyslav Weinberg ein.

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Als wär's ein Stück von ihm

CD-KRITIK / BLÄSERPHILHARMONIE MOZARTEUM / BENJAMIN SCHMID

04/05/17 25 Jahre ist es alt, Friedrich Guldas Konzert für Violoncello und Blasorchester. Er und sein Widmungsträger, der jüngst verstorbene Heinrich Schiff, können die von „Teufelsgeiger“ Benjamin Schmid verantwortete Bearbeitung nicht mehr hören. Sie hätten aber sicher diebische Freude dran gehabt.

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