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09/10/18 Als regelmäßiger aber zugegebenermaßen nicht immer geneigter Leser von Drehpunktkultur frage ich mich: Habe ich angesichts des Zurücktritts von Myrto Dimitriadou vom Toihaus-Tagesgeschäft etwas überlesen, überblättert, übersehen? Ist mir entgangen, dass Politik und Medien, auch Drehpunktkultur, Myrto Dimitriadou gewürdigt haben, ihren jahrzehntelangen und kontinuierlichen Verdiensten für das Kunst- und Kulturleben dieses Landes entsprechend? Ich hab’s sicher übersehen. Oder doch nur vielleicht?
Hans Berginz

 

Zum Stich-Wort Heiliger Rupert (21.9.)

27/09/18 Was für ein schöner spitzer Kommentar zur Rupertaktion. Lustig, lustig. Und ziemlich viel Meinung. Doch, richtig, der Hanswurst ist der Meister des Kirtags. Sein Maskottchen ist er nicht. Das ist Unsinn mit Verlaub. Das Kirtagsfest stellt – genau wie der Karneval – die Hierarchien eben auf den Kopf. Drinnen im Dom herrscht der Rupert, draußen eben der Hanswurst. Wenn die Leute erst drinnen feiern und dann draußen, kann beides zum Zug kommen. Wenn drinnen und draußen aber nichts mehr miteinander zu tun haben, dann beginnt das Problem. Der Gottesdienst wird freudlos und der Kirtag grundlos. Schon mal darüber nachgedacht? - Die Rupertfigur hat übrigens beim Hanswurst auch artig gefragt, ob sie seinen Bereich auch betreten darf. Natürlich im dafür angemessenen Gewand.
Der Erzbischof muss natürlich ausgenommen werden aus der Kritik. Ganz klar. Nur Pech, dass er immer dann, wenn er mit der Figur zu tun hatte, übers ganze Gesicht zu lachen begann. Er hat mit der Figur Spaß gehabt. Zum dumm.
Dass Sie es allerdings notwendig haben, eine junge Künstlerin, die von der Kunsthilfe Salzburg vermittelt wurde und die zu googeln Sie sich offenbar nicht einmal die Zeit genommen haben, herunter machen müssen, das finde ich wirklich letztklassig für den Chefredakteur einer Kulturzeitung. Wie gesagt, ziemlich viel Meinung.
Die Mascherl „post-religiös“ und „Esoterik-Götzen“ darf ich Ihnen ebenfalls freundlich retournieren, versehen mit dem Etikett „Herummosern“. Wir haben jedenfalls Kontakt mit Leuten gesucht und gefunden. Ob Ihnen das gefällt, ist mir wurscht.
Dr. Wolfgang F. Müller, Stabstelle für pastorale Grundsatzfragen, Seelsorgeamt der ED Salzburg

Zum Stich-Wort 2,4 Tonnen Müll (18.9.)

27/09/18 Ich bin wirklich dankbar, dass Sie kürzlich (18.9.) das Müllproblem in der Salzburger Innenstadt thematisiert haben. Dieses besteht auch vor der Kollegienkirche, und akut ist es zur Festspielzeit. Ich weiß das, weil ich seit mittlerweile 15 Jahren die schöne (private) Aufgabe habe, täglich diese Kirche morgens auf- und abends zuzusperren. Die schattigen Stufen dort sind in der warmen Jahreszeit ein beliebter Jausenplatz. Und so sind es vor allem Speisereste, die liegenbleiben (auch Teile einer Schweinsstelze waren schon zu finden, und in der Kirche kürzlich eine Windel).
Zuständige Stellen sind zwar informiert, aber das Problem ist anscheinend nicht so leicht in den Griff zu bekommen?
Wahrscheinlich würde es nicht genügen, nur die Reinigung/Müllentsorgung zu verstärken. Wichtiger wäre es meiner Meinung nach, den Besuchern klar zu machen, dass man in Salzburg seinen Abfall nicht einfach nur liegen lassen muss. Man sollte deutliche Hinweisschilder aufstellen. In anderen Ländern gibt es auch Verbote und Strafen.

Josef Leyrer

Zur Besprechung Eine Flasche voll alles (24.9.)

25/09/18 Wir sitzen grad im zug nach salzburg und freuen uns auf den hymnen abend. Um vorereitet zu sein wollten wir uns gleich bissi einlesen. Spannende rezension. Danke.
Mieze medusa

Zur Dokumentation Aus der „Stille Nacht“-Hölle (20.9.)

20/09/18 Lieber Reinhard Kriechbaum, danke für die Dokumentation zum Liedjubiläum. Du würdest dich vermutlich wundern, wenn wir in den nächsten Wochen und Monaten verstummen würden. Wir sind ja so naiv zu meinen, dass es eine Stille-Nacht-Kultur mit Tiefgang braucht.
Michael Neureiter

Zur Konzertbesprechung Was für ein Kerl war Don Juan? (27.8.)

27/08/18 Wie wahr, was Sie so freundlich über dieses Konzert geschrieben haben. Was die Begeisterung der Besucher betrifft gilt anscheinend noch immer der Grundsatz, je lauter und schneller ein Stück endet, desto intensiver die Akklamation, unbeschadet dessen was vorher geboten wurde.
Friedl Bahner

Zur Konzertbesprechung Klassik-Berserker mit dem feinem Pinsel (20.8.)

21/08/18 Muss ich mich an das deutschländische „mal“ gewöhnen? Sonst Dank und viele Grüße
Hans Widrich

Zur Besprechung Melancholie als trotzige Antwort an die Zukunft (19.8.)

19/08/18 Der große Herbert Blomstedt dirigierte im Vorjahr zwar die 7. Bruckner, aber nicht mit dem Gewandhausorchester, sondern mit den Wiener Philharmonikern. (Davor die Metamorphosen von Strauss.)
Peter Branner

Wie das Gedächtnis trügen kann! Herbert Blomstedts Konzert mit dem Gewandhausorchester Leipzig liegt tatsächlich schon zwei Jahre zurück, und da war's nicht Bruckner, sondern Beethovens „Siebente“. Wir haben den Fehler sogleich korrigiert.

Zur Besprechung Die spanischzüngigen Liederfürsten (8.8.)

11/08/18 Ihren locker gesagt hässlichen Artikel zu dem Konzert Rolando Villazons fällt mir nur ein:
Die Zuhören sind alle dumm ! Sie haben keine Ahnung von Musik und Interpretation fremdländischen Gesangs! Nur Sie, Herr Redakteur wissen, wie es geht! Leider verraten Sie uns jedoch nicht, wie Sie als Österreicher spanische Musik korrekt interpretiert hören möchten! Rolando Villazon jedenfalls kann es in Ihren Ohren nicht!
In den Ohren derjenigen, die mit Begeisterung den Herzstrom aus Villazons Kehle und Körper fliesend in sich hineinsaugen, sucht man nicht nach jeden kleinen Kratzer, sondern erkennt das Gesamtpaket, das Sie in Ihrer Noten-Detailverliebtheit gar nicht wahrnehmen können. Da fand ich einen Artikel in einer Englisch schreibenden Zeitung symptomatisch: Rolando Villazon ist im Gegensatz zu dem erwarteten Stil nämlich – antiseptisch, hygienisch sauber, … expressiv, voll Wärme in Stimme und Ausdruck. Die Stimme ist weich, verwandelt die Töne in eine Sprache, die berührt, ins Herz geht und nicht steril dahin trällert.
Entsprechen die mehrheitlich literarischen Texte und auch die Art der Komposition kaum den Erwartungen jenes Publikums, wie es eben in nach wie vor hinlänglicher Zahl zu Villazón strömt und das Haus für Mozart locker füllt. Es brauchte zuletzt Show und Animation, um doch noch Standing Ovation zu erreichen ....
… die den derzeitigen Stand von Technik und Stimmbändern überdeutlich machen. Manuel de Falla, Fernando Obradors, der Mexikaner Silvestre Revueltas, der Argentinier Carlos Guastavino - so wenig der Abend geeignet war, das Zutrauen in Rolando Villazón zu steigern, wurde der Horizont der Zuhörer hinsichtlich der spanischzüngigen Liederfürsten lohnend erweitert ...
… Abend hindurch jene, die die Linien vorgab, die Villazón bei Lagewechseln und im Piano oft genug weggebrochen sind ...

In Anbetracht einer derartigen Beleidigung des begeisterungsfähigen Publikums erkenne ich in Ihren Äußerungen: Neid, falsch verstandene Kunst, und Haßerfülltheit. Hat dieser Künstler sie je beleidigt ? Me too kann es wohl nicht gewesen sein, oder ?
Ich bin gespannt, wie sie einen Udo Jürgens, Falco oder ähnliche „berühmte“ Östereicher beurteilen und deren Publikum preisen!
Wolfgang Alexander

Zur Dokumentation Umgeben von Glück, Liebe und Verständnis... (10.8.) und zur Hintergrundgeschichte Die Zukunft - begraben und verloren (9.8.)

10/08/18 Ich begrüße es s e h r , dass sie im Rahmen von Drehpunkt Kultur auf die Abschiebung bestintegrierter jugendlicher Asylwerberinnen aufmerksam machen und diesem bedrückenden Thema Raum geben.
Christine Schönherr

Zur Meldung Gustav Kuhn hat abgeschrieben, aber... (2.8.)

03/08/17 Grundsätzlich möchte ich festhalten, dass es 1969 keine computer- / internetgestützte Recherche gegeben hat. Auch mit den damals verfügbaren Schreibmaschinen war das Schreiben etwas mühsam. Kein copy/ paste. Keine Ahnung wie die damals getan haben, jedenfalls weiß ich, es war mühselig! Konnte Kuhn überhaupt mit der Schreibmaschine schreiben, im Ohr habe ich das 2-Fingersuchsystem. Die Art und Weise, wie herumgesucht wird, ist bedauernswert! Ist eine Modererscheinung die eigenen Defizite zu vertuschen, indem bei anderen herumsucht, eigentlich unglaublich, was das für Leute sind!
Robert Hutya

 

Zur Kritik „Penthesilea“ Ein Wunsch, der keine Flügel hat (30.7.)

02/08/18 Großartig, bewegend, nachdenklich machend die „Penthesilea” im Landestheater. Doch Theater ist nicht nur hinreißendes Schauspiel sondern auch Wortspiel. Bedauerlich, dass wichtige Kleistsche Passagen im zu leisen, zu schnellen, dem Publikum abgewandten und zu undeutlichem Ton von Sandra Hüller untergehen, in der 11. Reihe nicht mehr verstehbar. Sinnlücken entstehen. Die Pressekritik hat darauf hingewiesen. Warum reagieren Schauspielerin und Regie nicht auf dieses Manko? Mir unverständlich.
Ferdinand Altnöder

 

Zur Besprechung Große Musik mit ganz wenig Überschwang (26.7.)

26/07/18 Besten Dank für die leider sehr zutreffende Besprechung. Das Agnus Dei des Alex Potter war wahrlich der Höhepunkt dieser Aufführung von Bachs grandiosem Werk. Aber nahezu alles andere wurde ein Opfer der völlig unbrauchbaren Bedingungen in diesem Raum. Wenn doch wenigstens hinter dem Ensemble eine Wand als Reflektor für das kleine Ensemble installiert worden wäre, dann hätte man sicher mehr Details dieser Interpretation wahrnehmen können und der Glanz des Gloria hätte dann vielleicht doch gestrahlt. Wie kann ein Veranstalter – und auch die Interpreten – den Zuhörern so eine Aufführung zumuten? Der einzige Schluss lautet: reine Geldgier!
Viktor Gartner

26/07/18 Auch für mich war die 1. Halbzeit einfach „vergeigt“ und schaumgebremst. Haben vor der Pause die Bläser drei, vier Mal aber sowas von danebengeblasen oder hab ich mich getäuscht? Wie auch immer: Das Stadion Felsenreitschule war für diese Florettmeisterschaft einfach nicht passend.
Herwig Steinkellner

Zum Stich-Wort Und täglich singt der Klassenchor (26.6.)

27/06/18 Ich kam mit 6 Jahren in die Andrä Schule. Das war 1949. Unser Lehrer war ein gewisser Herr Friedl, beinamputiert aus Kriegsgefangenschaft gekommen, 29 Jahre alt. Diesen Herrn Friedl habe ich die ganzen 4 Jahre nicht einmal ohne Sakko und Krawatte gesehen, nicht einmal zum Wandertag...
Also bei diesem Herrn Friedl mussten wir ab dem ersten Schultag nach den 4 Unterrichtsstunden, auch samstags, Volkslieder singen. Das war die ersten Tage schwierig, aber hat sich wunderbar entwickelt. Und jetzt kommt das Beste: Herr Friedl holte, auch ab dem ersten Tag, aus dem Schrank seine Geige und begleitete uns beim Singen. Wir staunten und es machte uns allen riesig Spaß. Und mir am meisten. Ich ging nachhause und erzählte meinen Eltern davon und ich sagte, so was möchte ich lernen. Meine glücklichen Eltern warteten nicht bis Weihnachten, ich bekam eine Geige bereits zum Nikolaus. Am nächsten Tag zur Volksmusikschule, zum Herrn Josef Thurner, damals 21 Jahre alt, auch in Anzug und Krawatte, für einen Sechsjährigen Respekt einflößend – und sechs Monate später stand ich mit meinem Lehrer auf der Bühne und spielte Händel-Duette für zwei Geigen.
Wir waren damals nicht die einzige singende Klasse in der Andrä-Schule, es tönte aus allen Zimmern. Ich weiß nicht warum das alles so verloren gegangen ist … ja Gott sei Dank, es scheint wieder zu beginnen. Jedenfalls danke für den Artikel.
Luz Leskowitz

Zum Stich-Wort Mozart und der Aufruhr in der jungen Seele (7.6.)

08/06/18 Mit Interesse habe ich Ihren Artikel zum Ehrendoktor für Mikis Theodorakis gelesen und stimme Ihnen voll zu. Was aber mehr verwundert und was offenbar die Medienlandschaft völlig ignoriert sind gewisse Aussagen des „Geehrten“ zu „den Juden“. M.E. war die Verleihung, bei der ich anwesend war, ein Skandal. Näheres z.B. hier: http://www.taz.de/!680452/
Tobias Neubacher

Zur Reportage Einiges auf dem Buckel (6.4.)

06/04/18 Anfang des 19. Jahrhunderts sind die Zwerge im Garten von Schloss Mirabell nicht im Sinne der Aufklärung in Verruf geraten. Salzburg gehörte von 1810 bis 1816 zu Bayern, und der bayerische Kronprinz Ludwig bezog im Juni 1811 das Schloss Mirabell gemeinsam mit seiner jungen Gemahlin Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen als Sommersitz. Ludwig ließ alsbald die Zwerge entfernen, weil er sich angeblich sorgte, der Anblick  der mißgestalteten kleinen Menschen aus Untersberger Marmor könnte seiner schwangeren Gattin bzw. deren noch ungeborenem Kind schaden. Aberglaube, nicht aufgeklärtes Denken oder vielleicht doch nur ein finanzieller Aspekt? Denn der Kronprinz ließ die Zwerge als potenzielle Unheilsbringer nicht zerstören, sondern verkaufen. Zum Glück, denn dadurch konnte die Stadt gut hundert Jahre später einen Teil der Zwerge wieder erwerben und auf der Bastei aufstellen. Das damals noch ungeborene Kind war übrigens der am 28. November 1811 in München geborene, spätere bayerische König Maximilian II.
Erich Marx

 

Zum Konzertbericht Voll Schwung und Elan (21.3.)

23/03/18 Ich erlaube mir, zur Rezension von Horst Reischenböck vom 21.3.18 über das Konzert der Academia Filarmónica Iberoamericana Stellung zu nehmen. Diese Besprechung steht diesem außergewöhnlichen Konzert zwar insgesamt positiv gegenüber, das Besondere des Projekts wird meiner Meinung nach aber zu wenig gewürdigt. Da ist nämlich einerseits der soziale Aspekt zu nennen: Bei dem Klangkörper handelt es sich ja um ein Orchester aus einem musikalischen Entwicklungsland, das überwiegend aus Jugendlichen unterer sozialer Schichten besteht. Zu welch herausragenden Ergebnis die Ausbildung durch die kolubinanische AMFED führt, beweist eine erzieherische Kraft klassischer Musik, die in unseren übersättigten Breiten allzuoft vergessen wird.
Zum anderen muss aber auch der künstlerischen Rang dieses Konzert genauer angesprochen werden: Was gemeinsames Fühlen und Gestalten betrifft, übertraf die Leistung der jungen Musiker sämtliche Erwartungen, die an ein Jugendorchester eigentlich gestellt werden dürften. Ein reicher Klang auch im Forte, der nie nur einfach laut, sondern immer auch erfüllt war, ließ aufhorchen. Der hohe Präzisionsgrad im Zusammenspiel ohne taktierenden Dirigenten zeigte, wie intensiv geprobt worden war und wie die Musiker mit den Innenschichten der Werke vertraut waren – ein Musterbeispiel für kammermusikalisch bestimmte Orchesterarbeit. Die unprätentiöse Art und Weise, wie die Musiker sich auf der Bühne zeigten, wirkte bei bei aller Ernsthaftigkeit des musikalischen Tuns zusätzlich zugleich sympathisch, berührend und „am Boden“. Ich war nach dem Konzert so wie viele andere Zuhörer zugleich ergriffen und euphorisiert.
Die Solistin passte in Können und Erscheinung meiner Meinung nach ideal in diesen Rahmen. Gerne hätte ich mehr darüber erfahren, in welcher Beziehung sie nach Ansicht des Rezensenten „in der Atemtechnik nicht ganz sattelfest" gewirkt haben soll. So etwas schreibt sich leicht hin, aber was physiologisch und gesangspraktisch damit gemeint ist, wird mir aus dieser Formulierung nicht deutlich. Ich glaube, dass eine solche Bewertung weder der Sängerin selbst nützt, noch einem Zuhörer bzw. einem im Konzert nicht anwesenden Interessierten einen objektiven Eindruck von der sängerischen Gesamleistung gibt – und das wäre von einem öffentlichen Text doch eigentlich zu fordern.
Dr. Stephan Höllwerth (Musikpädagoge, Chor- und Orchesterleiter, Autor)

 

Zum Diagonale-Bericht „ A Vagnieg'n mit'm Töten“ (13.3.)

16/03/18 Im letzten Absatz Ihres Kommentars fragen Sie, wie ein solcher Prozess heute liefe, "da eine Regierung gleich nach ihrem Einsatz für Nikotin und gegen Tempolimits auf Autobahnen die Besetzung des Verfassungsgerichtshofes und des ORF-Rates mit Burschenschaftern betreibt?"
Was hat dieser Kriegsverbrecher-Prozess in den 1960-er Jahren mit der Änderung des Gesetzes über den Nichtraucher-Schutz in der Gastronomie sowie mit Tempolimits auf Autobahnen zu tun? Ich bin auch für Nichtraucher-Schutz und gegen die Anhebung von Tempolimits, aber es ist einfach unverständlich und irritierend, einen derartigen Zusammenhang herzustellen. Mit dem Hinweis auf Burschenschafter deuten Sie Zweifel an der Unabhängigkeit der gegenwärtigen Gerichtsbarkeit in Österreich an. Ich halte solche Aussagen gegenüber der verfassungsgemäß unabhängigen Richterschaft, aber auch gegenüber der seit 3 Monaten im Amt befindlichen Bundesregierung für tendenziös und unfair.
Georg Weigl

Zur Besprechung Oh weh! Mein Mann hat sich dertränkt!

28/02/18 Letzten Montag war ich mit einer Freundin in der “Oper in der Residenz” und es hat uns sehr gut gefallen! Und ich muss sagen, trotz Ihres Berichts von vor einigen Tagen im Newsletter von Drehpunktkultur, der wirklich nicht sehr nett war. Es stimmt schon, beim Singspiel hat man nicht alles verstanden, aber ich denke, diese Aufführung hat vor allem vom Ambiente der Residenz und der Prunkräume gelebt und nicht von perfekter Musik. Ich bin kein Musikexperte, daher kann ich das nicht so genau beurteilen, da sind aber auch nicht lauter Musikexperten dabei gewesen! Muss man denn so einen „Veriss“ vorab dann veröffentlichen? Es war einfach ein schöner Abend!
Susanna Ihninger-Lehnfeld

Zur Meldung Gute Zensuren aus der freien Szene (20.12.)

30/12/17 Wenn die neue Regierung von Förderungen spricht, die als „Sprungbrett in die wirtschaftliche Unabhängigkeit“ gedacht sind, zeigt sie leider ziemlich deutlich auf, welch Geistes Kind sie ist. Unsinn ist ein noch harmloser Begriff für Meldungen dieser Art. Wirtschaftlich unabhängig mögen die einen und anderen Megaevents a la André Rieu, die Rolling Stones oder Helene Fischer sein, welche die Massen anzulocken vermögen. Ansonsten ist Kunst und Kultur nie wirtschaftlich unabhängig, kann es gar nicht sein. Und dies gilt nicht nur für die „freie Szene“, sondern sogar für alle Arten von Festspielen, Symphonieorchester oder Landestheater bis hin zu Museen.
Wolfgang Danzmayr
ehem. Musik- und Kulturleiter des ORF-S
Mitglied des Aufsichtsrats der Osterfestspiele Salzburg
Obmann des Vereins Orchesterprojekt

 

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