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Potentieller Philharmoniker-Nachwuchs

STICH-WORT

19/08/15 Der Konzert-Marathon in der Großen Aula hat sich längst herumgesprochen, und es fehlt absolut nicht an Kundschaft: Am vergangenen Sonntag (16.8.) ist die diesjährige Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker zu Ende gegangen.

Mehr Besucher waren es noch nie: Insgesamt 1720 zählte man bei den Konzerten am Nachmittag und am Abend, in zwanzig Kammermusikwerken von 13 Komponisten traten die vierzig Mitwirkenden in verschiedensten Gruppierungen von der Triobesetzung bis zum Walzerensemble auf. Stilistisch eine Bandbreite von Mozart bis Bohuslav Martinů.

Der Großteil der Studentinnen und Studenten ist noch bis Ende August bei „Il trovatore“ und im „Rosenkavalier“ bei der Bühnenmusik beschäftigt. Die Basis für diese Orchesterarbeit schafft dafür die Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Michael Werba.

19 aktive Mitglieder der Wiener Philharmoniker unterrichteten neben ihrer Tätigkeit bei den Festspielkonzerten und -opern die Studierenden der Sommerakademie im kammermusikalischen Spiel.

Dadurch konnten sich die jungen MusikerInnen nicht nur fachlich auf ihr Musikinstrument spezialisiert weiterbilden, sondern lernten darüber hinaus Dinge, die man nur in der Praxis als Musiker erfahren kann, wie zum Beispiel die gegenseitige Wertschätzung und das Aufeinander-Hören im gemeinsamen Zusammenspiel. Eine polyglotte Schar wie immer: Die jungen Leute kamen heuer aus Österreich, Ungarn, Litauen, Slowenien, Rumänien, Polen, Bulgarien, Russland, China, der Slowakei, Deutschland, Italien und Frankreich.

Die 2005 ins Leben gerufene (also zehn Jahre alte) Angelika-Prokopp-Sommerakademie hat auch Mehrwert für die Philharmoniker. Es lernen ja nicht nur die Jungen von den Erfahrenen. Die Philharmoniker lernen da aufstrebende junge Musikerinnen und Musiker kennen, die sie dann gegebenenfalls bei einem Probespiel besser einschätzen können.
(Angelika-Prokopp-Sommerakademie/dpk)

Bild: Angelika-Prokopp-Sommerakademie / Michael Maritsch

 

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