26/06/17 „Ich weiß nicht was soll es bedeuten“, so beginnt Heinrich Heines Gedicht „Die Lore-Ley“. Und damit lässt in der Deutschen Oper am Rhein Loge den Vorabend der Ring-Tetralogie beginnen, bevor das „Rheingold“-Vorspiel langsam im Graben anschwillt.
23/06/17 Wer in den Zuschauerraum kommt, der hört sanft an- und abschwellende Klänge, vermischt mit elektronischem Knistern. Auf der Bühne des Muziekgebouw am Amsterdamer Ij-Fluss steht ein riesiger Schädel. Davor bewegen sich kopflose Figuren sanft hin und her. Es sind Soldaten der Terrakotta-Armee, sie klagen ihr Leid in feinen, textlosen Kantilenen.
16/06/17 Passau sei das schönere Salzburg, sagt der neue Intendant der Europäischen Wochen, Thomas E. Bauer. Was die Lebensqualität anlangt, wird er eh recht haben. Jedenfalls gehört Passau nicht ausschließlich den Touristen, auch die Studenten schlagen sich im Stadtbild positiv nieder.
23/05/17 Bild- und Klanginstallateur Romeo Castellucci schafft im Münchner Nationaltheater suggestive, in ihrer Art hoch ästhetische Bilder für Wagners „Tannhäuser“. Mit Leben erfüllt werden sie freilich dank des Dirigenten Kirill Petrenko und einer Starbesetzung. Jubel für die Musik und der bekannte Mix aus Bravos und Buhs für das Regieteam.
12/05/17 David Bösch reüssiert in Genf mit einer Neuinszenierung von Mozarts Così fan tutte. Er lässt die Handlung in einer italienischen Bar in der sechziger Jahren spielen. Hartmut Haenchen sorgt für perfekt abgestimmte, geschärfte Töne aus dem Graben. Das Publikum jubelt.
02/05/17 Cecilia Bartoli war natürlich der große Magnet für das Auftaktkonzert für ein bemerkenswertes neues Konzertfestival in München, „Stars & Rising Stars“. Man geht mit prominenten und jungen Künstlerinnen und Künstlern auch an ausgefallene Orte.
REST DER WELT / BOLOGNA / KINDER- UND JUGENDBUCHMESSE
21/04/17 Das Messegelände in Bologna ist Anfang April jährlich dem Kinder- und Jugendbuch gewidmet. Die Verlage treiben für vier Tage mit mehr oder weniger gelungenem Dekor erstaunlichen Aufwand, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
14/04/17 Sieht man den sensiblen Omer Meir Wellber, mag man ihm nicht abnehmen, dass er einen Historienschinken wie Umberto Giordanos Oper über das leidvolle Schicksal des französischen Dichters André Chénier so draufgängerisch-resolut und affektgeladen dirigieren würde, wie ihm das an der Bayerischen Staatsoper gelang.