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kunst.werk.statt Kloster

REISEKULTUR / KLÖSTERREICH

19/05/15 Im gegenwärtigen „Jahr der Orden“ präsentieren sich die in der touristischen Schiene „Klösterreich“ zusammengefassten Einrichtungen als Orte der Verbindung von Kunst und Spiritualität.

„Kunstwerkstatt Kloster“ ist das Stichwort. Klöster haben immer schon wesentliche und wichtige Werkstätten betrieben und über die Jahrhunderte viele Kunstfertigkeiten erdacht und weiterentwickelt. „Klöster sind ‚Kunsträume‘ und betreiben schon seit Jahrhunderten Werkstätten, in denen die Mönche viele Kunstfertigkeiten erdacht und weiterentwickelt haben“, so der Benediktiner-Abtpräses Christian Haidinger, der zugleich Präsident des Vereins „Klösterreich“ ist. „Die hier geschaffenen Werke geistlicher Kunst sollen den Gästen dieses Jahr verstärkt nahegebracht und ihnen Möglichkeiten geboten werden, auch selbst künstlerisch tätig zu sein."

In dem Folder „kunst.werk.statt.kloster“ werden die österreichweit 22 an der Vereinigung beteiligten Ordensniederlassungen als „alternative Lebensorte“ dargestellt. Vielfältiges Erleben werde hier ermöglicht, durch Kunstworkshops, Kneippanwendungen, spezifische Klosterführungen oder beim „angeleiteten Staunen in den Kunsträumen unserer Gemeinschaften“, heißt es in der Broschüre. So gibt es beispielsweise im Stift Geras ein Holzschnitt-Seminar, im Stift Admont Angebote zum Papierschöpfen, zur Klostermedizin und zum „Schreiben wie ein Mönch“ sowie im Stift St. Lambrecht Kunstkurse der „Styrian Summer Art“.

Das Stift Göttweig lädt zu Sonderführungen in die Dachbaustelle über der Kaiserstiege ein. „Klöster werden auch hier als Werkstatt sichtbar“, so Abt Haidinger. Außerdem werden in Göttweig Glanzstücke der Sammlungen zum Leben des vor 950 Jahren geborenen Stiftsgründers Bischof Altmann gezeigt.

Darüber hinaus bieten die Stifte zahlreiche Sonderausstellungen: Stift Altenburg etwa zeigt sich in der Schau „Much. Stift Altenburg“ aus der Perspektive des Barockmalers Paul Troger, der hier zehn monumentale Fresken schuf. Im Ausstellungstitel steckt Abt Placidus Much, Trogers Auftraggeber. 

Stift Melk widmet dem Thema „Die Universität Wien und die Benediktiner von Melk - eine Beziehung von 1365–2015“ eine Sonderausstellung. Das Stift Klosterneuburg bei Wien lädt zur Ausstellung „Kloster, Kaiser und Gelehrte – Meisterwerke der Buchmalerei des Spätmittelalters“ ab dem 15. September ein, seit 1. Mai präsentiert die Galerie der Moderne zeitgenössische Interpretationen sakraler Themen. Im Stift Seitenstetten im Mostviertel wird in einer Sonderausstellung „Wallfahren & Pilgern – Wege zum Leben!“ über die Geschichten des Sonntagberges, der Pilger und Wallfahrer erzählt und die Stiftsgalerie präsentiert 1.000 Kunstwerke auf 3.000 Quadratmetern.

Im Stift Stams – neu bei Klösterreich – beherbergt die Stiftskirche „Mariä Himmelfahrt“ einzigartige barocke Kunstschätze wie den Lebensbaum-Altar, das Rosengitter, die Kanzel, den Mönchschor und die historische Chororgel. Im Stift Zwettl im Waldviertel ist nach jahrelanger Restaurierung ist die hochgotische Stiftskirche mit ihrer reichen Barockausstattung wieder zu erleben. Im Stift Raigern (Rajhrad) bei Brünn in der Tschechischen Republik werden von Mai bis Oktober aus Anlass des 600. Todestages von Johannes Hus in einer Ausstellung verschiedene Handschriften aus der Zeit des Johannes Hus gezeigt.

Besonderer Augenmerk gilt dem Mittagsgebet der Mönche, Nonnen und Chorherren: Die Möglichkeit des Mitbetens sei in den letzten Jahren fast überall entstanden, erklärte Haidinger, „das wird von vielen Gästen sehr gerne wahrgenommen und auch nachgefragt“. Durchaus sei bei einzelnen Besuchen der Klöster auch die Sinnsuche ein leitendes Motiv, besonders wenn Angebote eines mehrtägigen Aufenthalts wie etwa „Gast im Kloster“ oder „Kloster auf Zeit“ nachgefragt werden. Das Stift St. Lambrecht in der Steiermark bietet Kunstkurse und Seminare in der „Schule des Daseins“ an: Neue Kunst im alten Haus!

In vielen der Klöster gibt es einen "Gastpater" oder "Gastschwester", der bzw. die sich speziell für den persönlichen Kontakt mit den Besuchern kümmert. „Im Stift Altenburg etwa haben wir zwei ältere Patres, die sonst keine anderen verpflichtenden Aufgaben haben. Sie setzen sich oft zu den Gästen dazu und plaudern; immer wieder kommt dabei auch ein ernstes oder sehr persönliches Gespräch zustande“, berichtet Haidinger. Bei vielen Mönchsorden ist ein spezieller Umgang mit Gästen bereits in der Ordensregel verankert: „Jeder Gast soll im Kloster wie Christus aufgenommen werden, besonders Pilger, Fremde und jene, die Hilfe brauchen“, zitiert der Abt den heiligen Benedikt.

www.kloesterreich.at; www.facebook.com/Kloesterreich
Den neuen Folder „kunst.werk.statt Kloster“ erhält man kostenlos bei der Klösterreich-Geschäftsstelle Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und zum Dowonload unter kunst.werk.statt Kloster
Bilder: Klösterreich / Stift Altenburg (2); Stift Zwettl (1)

 

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