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Im Trikot Nummer 14

HINTERGRUND / RAURISER LITERATURPREIS / THOMAS KLUPP

04/02/10 In der deutschen Autoren-Nationalmannschaft trägt er das Trikot mit der Nummer 14 und ist immer wieder im Mittelfeld zu entdecken: Thomas Klupp ist heuer Träger des Rauriser Literaturpreises.

Von Heidemarie Klabacher

„Rauris lebt vom Neuen, vom Kreativen, von dem, was neugierig macht. Dafür stehen auch die beiden Preise und ihre Preisträger", sagte Kulturreferent David Brenner, der heute Donnerstag (4.2.) bei der Programmpräsentation die Preisträger vorstelle.

Thomas Klupp, geboren 1977 in Erlangen, arbeitete nach seinem Zivildienst als Kameraassistent beim Regionalsender Oberpfalz TV in Amberg. Von 1999-2001 war er an der FU Berlin eingeschrieben (Theaterwissenschaften und Publizistik), im Anschluss daran studierte er Kreatives Schreiben und Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim.

Heute ist er am dortigen "Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft" als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Thomas Klupp lebt in Berlin und Hildesheim, liebt außer der Literatur vor allem die Schweiz, Filme und Fußball. In der deutschen Autoren-Nationalmannschaft trägt er das Trikot mit der Nummer 14 und ist immer wieder im Mittelfeld zu entdecken. Er gab die Literaturzeitschrift BELLA triste heraus, war Mitbegründer des Literaturfestivals PROSANOVA und arbeitet seit Herbst 2008 an einer Dissertation zu Poetiken zeitgenössischer Romane. Sein Debütroman Paradiso erschien im Februar 2009 und wurde im vergangenen September mit dem Förderpreis zum Nicola-Born-Preis ausgezeichnet: Im Juni 2009 wurde der Roman bei buchfunk als Hörbuch produziert.

Den Rauriser Förderungspreis hat die Jury an den Autor Martin Fritz, geboren 1982, vergeben. Er studiert in Innsbruck vergleichende Literaturwissenschaft und Deutsche Philologie. Er erhält die Auszeichnung für seinen Text „hier war jetzt“.

Es sei beeindruckend, welches wichtige kulturelle Aushängeschild mit den Rauriser Literaturtagen heute in Salzburg beheimatet ist, lobte LHStv. David Brenner. Deshalb seien zum 40-Jahre-Jubiläum auch zusätzlich zur bereits bestehenden Förderung in Höhe von 12.500 Euro weitere 5.000 Euro für die Publikation einer Jubiläumsbroschüre zur Verfügung gestellt worden, so Brenner. Der Rauriser Literaturpreis wird von bisher 7.500 auf 8.000 Euro aufgestockt.

Neu ist im vierzigsten Jahr, dass erstmals im Vorfeld der Preisverleihung eine "Shortlist" der für den Preis Nominierten veröffentlicht wurde. "Hauptmotiv war aber, dass all jene, die es in die Endauswahl geschafft haben, auch entsprechend gewürdigt werden und Publizität erhalten.“ Diese Shortlist wird es auch in Zukunft geben.

Studierende in Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt bereiten sich mit ihren Lehrenden jeweils etwa ein halbes Jahr lang auf die Literaturtage vor und bringen in Rauris ihr Wissen ein: Als Zeichen der Wertschätzung gegenüber den seit Jahren teilnehmenden Universitäten wurde der Rauriser Förderungspreis heuer einmalig und exklusiv für die Studierenden der Universitäten Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt ausgeschrieben.

Für den Rauriser Literaturpreis 2010 wurden folgende Schriftsteller/innen nominiert:
Arno Camenisch: "Sez Ner", Prosa, Romanisch und Deutsch, Urs Engeler Editor, Basel 2009;
Georg Elterlein: "Der Hungerkünstler", Roman, Picus-Verlag, Wien 2009;
Roman Graf: "Herr Blanc", Roman, Limmat Verlag, Zürich 2009;
Thomas Klupp: "Paradiso", Roman, Berlin Verlag, Berlin 2009;
Lorenz Langenegger: "Hier im Regen", Roman, Jung und Jung Verlag, Salzburg & Wien 2009;
Verena Roßbacher: Verlangen nach Drachen, Roman, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2009;
Stephan Thome: "Grenzgang", Roman, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009;
Andreas Unterweger: "Wie im Siebenten", Roman, Droschl-Verlag, Wien 2009.
Bild: paradiso.berlinverlage.de / nriko

 

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