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Freiheit statt Angst

ARGE KULTUR (1)

13/01/10 Die "Angst" (Jahresthema 2009) ist hoffentlich überwunden. Für 2010 sind als inhaltliche Leitlinien für die Eigenproduktionen in der ARGEkultur "Freiheit und Flucht" angesagt.

Man bündelt die Energien wieder zu einem Festival (10. bis 20. November) um die Wahrnehmung des Jahresthema zu verstärken. Das hat sich bereits in den vergangenen beiden Jahren bewährt.

"Die ARGEkultur greift gesellschaftspolitisch relevante Themen auf und bearbeitet diese mit ausgewählten KünstlerInnen und Produktionsteams. Gleichzeitig verfügen die Inhalte meist über einen starken regionalen Bezug. Die dabei entstehenden Uraufführungen von neuen Werken zeichnen das Produktionshaus aus." So Markus Grüner. Der künstlerische Leiter der ARGEkultur betont auch die langfristigen programmatische Konzepte: "Damit ist es möglich, Themen und Inhalte zu bearbeiten, die aufeinander aufbauen. Zum Beispiel: aus der Auseinandersetzung mit dem Thema Angst im Jahr 2009 hat sich für 2010 in das Thema Freiheit entwickelt."

Was bedeutet Freiheit in der Gegenwart? Das also ist für Markus Grüner heuer die Frage. "In der Menschheitsgeschichte spielt das Thema Freiheit eine besondere Rolle. Freiheit ist eine der wichtigsten Losungen der Geschichte und hat die menschliche Entwicklung maßgeblich geprägt. Freiheit ist die größte Sehnsucht des Menschen als wesentlicher Motor für Politik, Philosophie, Wissenschaft und Kunst, für seine Zivilisationsgeschichte." Aber auch die "Flucht vor der Freiheit" soll ein Thema sein.

Fünf Eigenprojekte wird die ARGEkultur 2010 durchführen. So wird zum Beispiel Lina Maria Venegas beim Festival der ARGEkultur eine Choreographie mit in Salzburg lebenden Flüchtlingen erarbeiten. Venegas hat schon im Vorjahr beim Festival "Österreich tanzt" mit jungen Flüchtlingen gearbeitet. Die neue Produktion "Auswärtsspiele" soll an diese Erfahrungen anknüpfen.

Gemeinsam mit der Schmiede Hallein setzt man "Fast forward and its melancholic rewind" um. Diese interaktive Produktion knüpft an "unheim" an: Georg Hobmeier wird sich wieder einen Parcours fürs Publikum ausdenken. Desmal wird man aber nicht in gespenstisches Schwarz eintauchen, sondern in die Realität der Stadt Salzburg.

Im Rahmen des ARGEkultur-Festivals wird "gold extra" auch eine Installation seines Online-Computerspiels "Frontiers" zum Thema Flucht einrichten. "Frontiers" hat sich bereits überregional herumgesprochen: Nach der Einladung ins ZKM in Karlsruhe für eine Dauerausstellung (Das ZKM ist jetzt auch offizieller Koproduzent für die nächsten beiden Levels) hat vor kurzem ARTE einen Beitrag gesendet (als Beispiel für pädagogische Computerspiele).

Eine ARGEkultur-Koproduktion wird im Rahmen des Basics-Festivals im März stattfinden. Das Projekt "The guinea pig collective 'Blackbox'" wird gemeinsam mit der Fachhochschule, der Galerie 5020 und subnet umgesetzt. Im Juni kooperiert man mit Klang21, oenm und start: "Elegien der Verwandlung/start" werde die zentrale Musiktheaterproduktion der ARGEkultur 2010 sein, heißt es. Stücke von jungen Komponisten werden szenisch umgesetzt. Auch die Taschenopern-Produktion "Mahlzeit" aus dem Vorjahr wird wieder aufgenommen. Kontinuität und Neues also auch in diesem Bereich. (ARGEkultur/dpk)

 

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